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Bücher : Herzzeit: Ingeborg Bachmann - Paul Celan. Der Briefwechsel
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783518420331
Ausgabe: 5., Aufl.
ISBN: 351842033X
Label: Suhrkamp
Hersteller: Suhrkamp
Anzahl Seiten: 401
Erscheinungsdatum: November 07, 2008
Herausgeber: Suhrkamp
Studio: Suhrkamp
ähnliche Produkte:
Produktbeschreibung:
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Den Eltern offenbart sie als Ersten brieflich ihr Erlebnis bei Wiener Freunden, wo sie „…den bekannten Lyriker Paul Celan etwas ins Auge“ gefasst hatte, wie sie fast beiläufig anmerkt. Die erste Begegnung der beiden bedeutendsten Vertreter deutschsprachiger Nachkriegslyrik hatte sich bereits einige Tage zuvor, im Mai 1948, zugetragen. Der „surrealistische Lyriker […] hat sich herrlicherweise in mich verliebt“, erfuhren die vermutlich nicht gering staunenden Eltern, verlieh dieser Umstand ihrer Tochter „bei meiner öden Arbeiterei doch etwas Würze.“ Vermutlich eine Untertreibung. Bald nach diesem ersten Treffen rief sich ein beeindruckter Paul Celan mit dem Gedicht „In Aegypten“ in Erinnerung, das er Ingeborg Bachmann, „der peinlich Genauen“, liebevoll zugeeignet hatte. Mit diesem Briefgedicht, oder Gedichtbrief, war er eröffnet, der funkelnde Briefwechsel, der in diesem Bücherherbst wohl kaum eine Kritikerseele unberührt ließ!
Man sollte sich alle Zeit der Welt nehmen – die Texte werden es dankend zurückgeben -, dieser Liebesbeziehung, die so inniglich um Wort und Ausdruck kämpfte, und über der lange Zeit der Nebel der Unklarheit hing, in ihre unauslotbaren Tiefen zu folgen. Zwei Biografien kollidierten, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Hier die Philosophiestudentin und Tochter eines österreichischen NSDAP-Mitglieds der ersten Stunde. Dort der staatenlose Jude aus Czernowitz, der beide Eltern im KZ verloren und selbst das rumänische Arbeitslager überlebt hatte. Und der sich nun als jüdischer Dichter vor der schier unlösbaren Aufgabe sah, angesichts der Ungeheuerlichkeit des Holocaust in die deutsche Sprache, ja ins deutsche Gedicht zurückzufinden. Ein wahrhaft dunkler Pfad…
…über den auch diese Briefbeziehung oft genug stolpert. Oft genug mündet jedes liebe Wort in Irrungen und Missverständnissen. Der Parcours zweier Sprachgewaltiger, zeigt sich nicht selten als Sprachlosigkeit auf hohem Niveau, als naives Nichtsagenkönnen. Und immer wieder Vorzeichen der Krankheit und Depression. Sprachlich Misslungenes wird zerstört, geht auf immer verloren. Was überlebt, wird zur literarischen Kostbarkeit. Max Frisch, Hans Werner Henze, die großen Geliebten tauchen auf. Auf der anderen Seite tritt Gisèle Celan-Lestrange in den Briefwechsel ein. Die berühmten Lesungen in der Gruppe 47. Und - es kündigt sich ein Rollentausch an: Literarisch aufgeblüht, wächst bei Bachmann auch das Selbstbewusstsein. Sanft beginnt sie den großen Meister der „Todesfuge“ zu überholen, übernimmt die Führungsrolle. Zwei Besessene, denen „die Grenzen zwischen Literatur und Wirklichkeit aufgehoben sind“, wie der Rezensent der Neuen Zürcher Zeitung zutreffend befand. Deren bester Freund und ärgster Quälgeist der Schmerz war. Paul Celan wählte im April 1970 den Freitod, Ingeborg Bachmann folgte ihm drei Jahre später in einem Hotelzimmer in Rom. In diesem Briefband grüßen sie noch einmal aus der Ferne. Und sind plötzlich so nah. –Ravi Unger
Bewertung:
- Überraschende Überraschung
Der als Sensation gefeierte Briefwechsel wird viele zunächst ernüchtern. Es geht hier nicht um die Offenlegung von Gelüsten und geheimen Wünschen, der Seelennöte der beiden wohl größten deutschen Lyriker der Gegenwart. Dies ist wohl die Enttäuschung des als Sensation gefeierten Briefwechsels. Die Sensation des Briefwechsels liegt m.E. in der nach ihrer Sprache suchenden Lyriker, ihr tastendes Befinden und entdeckende Talent beim Anderen, sowie die Intensität ihrer Suche in ihrer ungleichzeitigen ... weiter
Bewertung:
- ......der ständig beleidigte paul celan
Vergleicht man diesen Briefwechsel Ingeborg Bachmanns mit Paul Celan mit dem zuletzt erschienen Briefwechsel der Bachmann (mit dem Komponisten Hans Werner Henze!), so stellt man sehr schnell fest, dass die Briefe Celans nicht den Unterhaltungswert besitzen, wie die des Komponisten Hans Werner Henze. Schon nach wenigen Briefen nerven das ständige "beleidigt sein" und die unerträgliche Selbstverliebtheit Celans. Somit wird auch das Leiden der Bachmann an dieser Beziehung für den Leser greif- und fühlbar. ... weiter
Bewertung:
- Ihr Uhren tief in uns
Sie haben sich im Mai 1948 in Wien kennen gelernt: die Philosophiestudentin Ingeborg Bachmann und der staatenlose Jude Paul Celan aus Czernowitz. "Der surrealistische Dichter ...hat sich...in mich verliebt...", schreibt sie ihren Eltern. Und an Paul: "...und nehm Deinen fremden, dunklen Kopf zwischen meine Hände und möchte Dir Steine von der Brust schieben, Deine Hand mit den Nelken freimachen und Dich singen hören". Er - ganz Dichter - eröffnet den Briefwechsel mit dem wunderbaren Gedicht "In Aegypten", ... weiter
Bewertung:
- Die Liebe war zu tief
Briefe zwischen 1948 und 1967.
Ingeborg Bachmann schwärmte, der surrealistische Lyriker Paul Celan habe sich herrlicherweise in sie verliebt.
"Kurz währte das eigentliche Liebesglück; es fällt ins Jahr 1948; nach dem Ende blieb zunächst Freundschaft, es gab ein Wiederaufflammen im Jahr 1957 und dann ein bitteres Ende, als Bachmann Celan nicht in der gewünschten Form gegen eine vom Dichter als antisemitisch empfundene Kritik Günter Blöckers in Schutz nahm."
"Ich liebe dich-ich ... weiter
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Herzzeit: Ingeborg Bachmann - Paul Celan. Der Briefwechsel
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Preisänderungen möglich.Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
EAN: 9783518420331
Ausgabe: 5., Aufl.
ISBN: 351842033X
Label: Suhrkamp
Hersteller: Suhrkamp
Anzahl Seiten: 401
Erscheinungsdatum: November 07, 2008
Herausgeber: Suhrkamp
Studio: Suhrkamp
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Produktbeschreibung:
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Den Eltern offenbart sie als Ersten brieflich ihr Erlebnis bei Wiener Freunden, wo sie „…den bekannten Lyriker Paul Celan etwas ins Auge“ gefasst hatte, wie sie fast beiläufig anmerkt. Die erste Begegnung der beiden bedeutendsten Vertreter deutschsprachiger Nachkriegslyrik hatte sich bereits einige Tage zuvor, im Mai 1948, zugetragen. Der „surrealistische Lyriker […] hat sich herrlicherweise in mich verliebt“, erfuhren die vermutlich nicht gering staunenden Eltern, verlieh dieser Umstand ihrer Tochter „bei meiner öden Arbeiterei doch etwas Würze.“ Vermutlich eine Untertreibung. Bald nach diesem ersten Treffen rief sich ein beeindruckter Paul Celan mit dem Gedicht „In Aegypten“ in Erinnerung, das er Ingeborg Bachmann, „der peinlich Genauen“, liebevoll zugeeignet hatte. Mit diesem Briefgedicht, oder Gedichtbrief, war er eröffnet, der funkelnde Briefwechsel, der in diesem Bücherherbst wohl kaum eine Kritikerseele unberührt ließ!
Man sollte sich alle Zeit der Welt nehmen – die Texte werden es dankend zurückgeben -, dieser Liebesbeziehung, die so inniglich um Wort und Ausdruck kämpfte, und über der lange Zeit der Nebel der Unklarheit hing, in ihre unauslotbaren Tiefen zu folgen. Zwei Biografien kollidierten, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Hier die Philosophiestudentin und Tochter eines österreichischen NSDAP-Mitglieds der ersten Stunde. Dort der staatenlose Jude aus Czernowitz, der beide Eltern im KZ verloren und selbst das rumänische Arbeitslager überlebt hatte. Und der sich nun als jüdischer Dichter vor der schier unlösbaren Aufgabe sah, angesichts der Ungeheuerlichkeit des Holocaust in die deutsche Sprache, ja ins deutsche Gedicht zurückzufinden. Ein wahrhaft dunkler Pfad…
…über den auch diese Briefbeziehung oft genug stolpert. Oft genug mündet jedes liebe Wort in Irrungen und Missverständnissen. Der Parcours zweier Sprachgewaltiger, zeigt sich nicht selten als Sprachlosigkeit auf hohem Niveau, als naives Nichtsagenkönnen. Und immer wieder Vorzeichen der Krankheit und Depression. Sprachlich Misslungenes wird zerstört, geht auf immer verloren. Was überlebt, wird zur literarischen Kostbarkeit. Max Frisch, Hans Werner Henze, die großen Geliebten tauchen auf. Auf der anderen Seite tritt Gisèle Celan-Lestrange in den Briefwechsel ein. Die berühmten Lesungen in der Gruppe 47. Und - es kündigt sich ein Rollentausch an: Literarisch aufgeblüht, wächst bei Bachmann auch das Selbstbewusstsein. Sanft beginnt sie den großen Meister der „Todesfuge“ zu überholen, übernimmt die Führungsrolle. Zwei Besessene, denen „die Grenzen zwischen Literatur und Wirklichkeit aufgehoben sind“, wie der Rezensent der Neuen Zürcher Zeitung zutreffend befand. Deren bester Freund und ärgster Quälgeist der Schmerz war. Paul Celan wählte im April 1970 den Freitod, Ingeborg Bachmann folgte ihm drei Jahre später in einem Hotelzimmer in Rom. In diesem Briefband grüßen sie noch einmal aus der Ferne. Und sind plötzlich so nah. –Ravi Unger
Durchschnittliche Bewertung: 

Bewertung:
- Überraschende ÜberraschungDer als Sensation gefeierte Briefwechsel wird viele zunächst ernüchtern. Es geht hier nicht um die Offenlegung von Gelüsten und geheimen Wünschen, der Seelennöte der beiden wohl größten deutschen Lyriker der Gegenwart. Dies ist wohl die Enttäuschung des als Sensation gefeierten Briefwechsels. Die Sensation des Briefwechsels liegt m.E. in der nach ihrer Sprache suchenden Lyriker, ihr tastendes Befinden und entdeckende Talent beim Anderen, sowie die Intensität ihrer Suche in ihrer ungleichzeitigen ... weiter
Bewertung:
- ......der ständig beleidigte paul celanVergleicht man diesen Briefwechsel Ingeborg Bachmanns mit Paul Celan mit dem zuletzt erschienen Briefwechsel der Bachmann (mit dem Komponisten Hans Werner Henze!), so stellt man sehr schnell fest, dass die Briefe Celans nicht den Unterhaltungswert besitzen, wie die des Komponisten Hans Werner Henze. Schon nach wenigen Briefen nerven das ständige "beleidigt sein" und die unerträgliche Selbstverliebtheit Celans. Somit wird auch das Leiden der Bachmann an dieser Beziehung für den Leser greif- und fühlbar. ... weiter
Bewertung:
- Ihr Uhren tief in unsSie haben sich im Mai 1948 in Wien kennen gelernt: die Philosophiestudentin Ingeborg Bachmann und der staatenlose Jude Paul Celan aus Czernowitz. "Der surrealistische Dichter ...hat sich...in mich verliebt...", schreibt sie ihren Eltern. Und an Paul: "...und nehm Deinen fremden, dunklen Kopf zwischen meine Hände und möchte Dir Steine von der Brust schieben, Deine Hand mit den Nelken freimachen und Dich singen hören". Er - ganz Dichter - eröffnet den Briefwechsel mit dem wunderbaren Gedicht "In Aegypten", ... weiter
Bewertung:
- Die Liebe war zu tiefBriefe zwischen 1948 und 1967.
Ingeborg Bachmann schwärmte, der surrealistische Lyriker Paul Celan habe sich herrlicherweise in sie verliebt.
"Kurz währte das eigentliche Liebesglück; es fällt ins Jahr 1948; nach dem Ende blieb zunächst Freundschaft, es gab ein Wiederaufflammen im Jahr 1957 und dann ein bitteres Ende, als Bachmann Celan nicht in der gewünschten Form gegen eine vom Dichter als antisemitisch empfundene Kritik Günter Blöckers in Schutz nahm."
"Ich liebe dich-ich ... weiter
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